Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Aus Danzig [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304650-10857065--01419-2315709- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
kennt; «ehe dem Vater, der, von der Vaterliebe verführh des Kindes Fehler zu strafen vergißt. Aber Segen, viel- ^Miger-Segen dem Kinde, das auch in dem strafenden Dater die Me erkennt und der Liebe folget mit kindlichem Sinn! Auch unser Weg führte durch dornige Labyrinche dahin, wo wir jetzt stehen! Wir wußten nicht, wir erkannten nicht die Güte, die auch in dem Bösen verborgen lag, bas der Herr im Zorn über uns, sein Volk, ausgegossen zu haben schien. gen und Demüthigungen, die auf unserer Nation seit Jahrhunderten lasteten, schliff sich unser Geist ab. . Das Rohe des Alterthums, der Rost des Vorurtheils, das Eckige des Aberglaubens verlor sich; die Reibung , die zwischen dem Geiste des Christmthums 'Und des Iudenthums statt fand, erzeugte Funken; unsere Nation erhob sich, sie biU dete ihren Geist, sie baute das Hekd^der-WWnfchaften an — und sammelte auf demselben reiche Garben ein. Es stark —dm-MLnner—unter uns, auf, deren Namen Deutschland unter seinen ersten Schriftstellern mit Achtung und Ehrfurcht nennt , und deren Andenken nur mit dev deutschen Sprach^. nur mit bem Untergänge der Wissenschaften verlöschen Um., ~ So arbeitete sich unsere Nation aus der Tiefe in die Höhe r so gewann sie sich die Achtung der bessern Menschheit; so ging sie auf dem dunklen Wege, auf welchemderGott unserer Vater uns durch Jahrhunderte geführt harke, ih« rer Ausbildung und ihrer Veredlung entgegen. Darm« — d-ank^t nnar-d^m Herrn^—dearn-e-r ist freund-- lich und seine Güte währet ewiglich. •.. -