Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Aus Danzig [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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;—i?l—-—------- Pie Blüthe zur Frucht; aber sie entwickelt auch die Labyrinte des Schicksals und entfaltet nach und nach das große, -fchöne^wundervolle^emalde^er^ErztehunIdesBrenfthen«—- geschlcchts. Wie ein Vater, gereift zur Weisheit durch die Erfahrungen des Lebens, allein den Plan versteht, -den er zur Erziehung des Sohnes entworfen hat; wie ein erfahrner Seemann, bekannt mit den Gefahren, die dem unerfahrnen Steuermann auf des Lebens Ocean Untergang und Verderben drohen, oft mit strengem Ernst der ungr« übten Hand das Ruder entreißt, da wo der Schiffende sich sorglos von den Wellen wiegen läßt, und ihn zurück« führt von dem hohen Meere, wo er seinem Schiffbruche mtgegenschjffte; wie der kluge Winzer der Rebe das üppige Laub nimmt, und mit scharfem Messer den unnützen Trieb fortschmidet, um der edlen Traube Sonne und Saft zu erhalten; so weiß der Vater der Menschen, warum er de« Weg. der Menschenerziehung so und nicht anders entwarf; warum er hier ein-Glück versagt Und dort ein Uebel eintretenläßt; warum er hier den Muth durch Unglück nie« tzerschlägtM^ört^enMlW^düW^NWkück"wrckt^'war-— um er dort demüthigt und hier erhebt; hier segnet und dort zürnt. Wie der wohlgerathene Mensch noch die Hand segnet, wenn sie auch schon lange in Staub zerfallen ist, die ihn auf rauhem strengen Wege zur Weisheit und zur Kraft .erzog; fo muß auch das Menschengeschlecht anbeten und segnen den Pfad, auf welchem es durch des. Allvaters - Weisheit der VollendMg-entgegm geführt wird. -Wehe— dem Kinde, das in dem strafende» Vater die Liede ver-