Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- Neue Bemerkungen über die Juden, insbesondere über die Amsterdamer und Frankfurter Juden
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 20)
- Language
- German
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109 unseres Herzens, unseres Geistes scy künftighin die einzige ' L-ollkommcnhcit, worin wir Andere zu übertreffen uns ch-eiriühcn wollen; und nur ans diese Art können wir.das ^pbsorechcnde Dcrdammungsurthcil derjenigen, die sich den 1 Juden nicht ohne den angeborncn Hang zum Handel den» ft,, können, zu Schanden machen. . - vrv.-” . , Niemand wird und darf in Abrede scyn, daß unserer > Nation eine gewisse Betriebsamkeit, eine gewisse durch- I schauende und ausgreifende Vcrstandcsfähigkcit eigen ist, > die sich, nicht nur in ihren merkantilischen Unternehmungen, I sondern auch meistens in den andern Fachern, die uns zu : betreiben offen stehen, bewahren. i i Ich brauche mich nicht in Rücksicht der Wissenschaft km auf die jüdischen Gelehrten Portugals, Frankreichs, i Italiens und Hollands, die der Herr Senator Sregoice ' mit so vielem Lobe, mit so vielem Wohlwollen erwähn^ > z» berufen; auch Deutschland kann sich mehrerer jüdische« - Gelehrten rühmen, die in der literarischen Welt nicht unbekannt geblieben sind. . Bedenkt man nun noch, mit welchen» ich möchte fast sagen, immerwährend sich entgrgcnstcmmenden Hindemift sen sie zu ringen haben, da ihnen in den meisten Städten der Zutritt zu den Bürgerschulen verschlossen ist, mithin wenn es Kinder armer Eltern sind, ihre frühere Jugend für die Wissenschaften ganz verloren gehen muß: so wird ma» gestehen, daß, wenn ihr Zeuercrfcr für die Wissenschaften idennoch stark genug war, um alle diese Hindernisse z» iüberwaltigen, ihr Verdienst um desto höher in unsere« Mgcn sicigcn muß. 4