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Sulamith · 1808-01-01 · 1 Bd. 2 H. (1808) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
1 Bd. 2 H. (1808)
Article
Über Massora und Massoreten
Date
1808-01-01
Page
Seite 87 (sequence 15)
Language
German
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& theils zufällig darin vorhanden gewesen. Was ist also a wahrscheinlicher, als daß Moses, der kein Mittel unvers .sucht ließ, alles, was auf Bildung und Befestigung der 2 Ideen Einfluß haben kann, seinen Untergebenen und Ge- C trcucit mitzuthcilcn, aeech hierin den richtigsten und sicherg flcn Weg gewählt haben wird. Man weiß, welcher Sinnd Verdrehungen und Ccdankencntstcllungcn ein Buch, besonc .r>crs in einer Sprache abgcfaßt, wie die hebräische, de- I reu einzelne Laute und Punkte ganze Begriffe ausdrücken, a fähig ist. Leider haben wir die traurige Erfahrung gef macht, wie oft und wie nachtheilig Zufall, Laune, Witz t : und Dorunheil ihr grausames Spiel mit diesem göttlichen | Werke getrieben haben. — Sollte der weise Scher, dessen t> Scharfblick in die Zukunft wir mit Recht bewundern, ge« f radc die gefährlichste Klippe, die seiner wcistn Verfassung d den gänzlichen Untergang bewirken könnte, nicht bemerkt, st oder nachlässigerweise außer Acht gelassen haben? Sollte er f so das Denkmal feiner unsterblichen Thatcn dem blinden h Zufälle oder der Willkür muthwilliger Seelen Preis gegeden haben? Sollte er den Schatz, den er seinen Lieblingen 1 .anvertranct hat , so ganz ohne Wehr, ohne Sicherheit hin- .! gegeben haben? Er, der, wie wir gesehen, so sorgfältig < das Materiale seines Gesetzbuchs zu schützen gewußt, sollte i nicht auch für das Formale desselben bedacht gewesen scyn, - da die mindeste Veränderung des lctztcrn einen sehr ver- \ , Verblichen Einfluß auf die Erhaltung des erstem haben 1 könnte? Mußte er doch ohncdieß, nach der sehr gegrändc- \ tcn Meinung vieler Gelehrten, daß die hebräischen Schrift- I Zeichen zu Mosts Zeiten in bloßen Konsonanten, ohne Do» . kalt, ohne Interpunktion bestanden, seinen Schülem über

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