Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- Über Massora und Massoreten
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
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77 verfallen, jene abergläubige Vorstellungen,. die dem niedri« gen Pöbelfin» so reizend und anlockend erscheinen, wieder : lieb gewinnen und sich so um ihre zeitliche und ewige Glück« siligkcit bringen. Neue. Mittel waren also nörhig, um ftne heilsamen Zwecke zu verwirklichen. .-Ose ewigen i Wahrheiten vom Dafcyn eines einzigen göttlichen Wesens, das alle Vollkommenheiten in sich vereinigt, das, als «in freies unab-; hängiges Wesen, die ganze Natur bloß mit seiner unendlichen Weisheit und Güte geschaffen und sie nach seiner göttlichen,Einsicht erhalt und regiert, diese Vcrmmftbegriffe, welche zwar von den Stammvätern der Israeliten anerkannt, und in ihrer ganzen Reinheit aufgefaßt, ihren Enkeln aber im Eklavenlande ganz fremd geworden sind, mußten denselben nun durch Anschauung und sichtbare Zeichen versinnlicht werden. Den Grund hierzu legte jene feierliche, ruhmvolle Gesetzgebung auf Sinai. Moses, den sie nun schon als einen göttlichen Mann durch ihre wunderbare Befreiung von der Sklaverei erkannt hatten, ward von der Gottheit als Mittler zwischen ihr und ihnen erwählt; er war also das Organ, durch welches das göttliche Wesen zu ihnen sprach; er war das Werkzeug, wodurch Gott für sie Wunderdinge bewirkte, das lebendige Bild, in welchem Gott mitten unter ihnen, wie ein König unter seinem Volke wandelte. Noch war aber nicht alles grthan, wenn die erzielte Glückseligkeit der Nation von Seiten des Verstandes und des Herzens zu Stande kommen soll. Ihr ganzer Sinn mußte in Anspruch genommen werden. Ihre Gottcsvcrehruug mußte