Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1808)
- Article
- Nachrichten, die Israeliten im Königreich Westphalen betreffend
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
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-6 Don Abarbenck, der Ncrbuni u. a. beipflichtcn. denJsraeliken die Opfergcsetze mir deshalb gegeben, oder vielmehr, gelassen, weil sie solche aus dem tzeioenrhume »nitbtachten, und einmal gewohnt waren, ihre Verehrung und Unket« würfigkeit gegen die Gottheit, die sie anbeteren, auf solche W ist zu bezeigen, und sie die Opfer - Ceremonien an den Glauben feiststen, welchen sie bekannten; weil endlich das Volk noch zu roh war, um ihm einen geistiger» Gottesdienst zu geben. Die Opfcrhandlungcn wurden ihnen also gelassen; aber dabei ernstlich befohlen, solche im Namen des wahren ewigen Gottes auszuüben, um sic an diesen heiligen Glauben zu fesseln, und jeden Gedanken der Abgötterei aus ihren Herzen zu verbannen. Aus allem diesen gehet klar und deutlich hervor, daß der äußere Gottesdienst nur das Mittel, das gute Her; ' und der Glaube an die Einheit Gottes aber die Religion selbst ist. Nachdem Moses, durch die Geschichte des goldenen Kalbs, und andere Sünden der Israeliten in der Wüste, gesehen hat, daß das Volk einen zu großen Hang zum körperlichen Gottesdienste hat, den wahren Zweck aus den Augen setzt, und die Mittel für den Zweck halt: so hat er sich in seinem Testamente deutlicher über den wahren Sinn seiner Gesetze erklärt. Besonders äußerte er sich darüber in folgender Stelle: (5.B.Mos. io,rr.) „Und nun, Israel! was verlangt der Ewige dein Gott mehr von dir, als daß du Ehrfurcht vor ihm habest, in feinen Wegen wandelst, (welches der Talmud sehr weislich erklärt r in Gottes Wc» gen wandeln Heißt: so wie er gütig, langmäthig und nach-.