Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1808)
- Article
- Nachrichten, die Israeliten im Königreich Westphalen betreffend
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
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sterling an Gott und an feine Allmacht scyn. Bei dem Gebote der Schaufäden heißt cs: Damit ihr euch an Gott erinnert und heilig seyd." Das Osterlamm, die un« gesäurten Kuchen, die Lauberhütte u. dgl. sollen an dm Lusgang ans Aegypten, also an die Allmacht und Mgüte Gottes erinnern. Her; und Ehrfurcht wurden immer zum Grunde gelegt , daher sich auch bei so vielen positiven und negativen Gesetzen der Ausdruck: „und du sollst Ehrfurcht vor demem Gott haben, ich bin der Herr") ferner: der Ausdruck "i, im Namen Gottes, befindet, nur in der Absicht, ihn zu verehren, sollen alle gottesdienstliche Handlungen verrichtet werden. „Gott will nur das gute Herz" ist eine allgemeine Regel im Talmud. Rabbi Io«, hanan Sohn Cakai's, fragte einst seine Schüler, welches die lobenswurdigste Seite im Menschen sey? Hierauf antwortete jeder Schüler nach seiner Art. R Dieser, Sohn Arochs, gab zur Antwort: „ein gutes Herz." Dq' sprach der große Lehrer: „R. Elicsers Worte gefallen mir am besten; denn sie umfassen auch die Eurigcn, weil ein guttsHerz die Quelle alles Guten ist. (Aboch, Abschnitt;.) Selbst bei den Opfer-Ceremonien, welche, den körperlichsten Theil des Gottesdienstes ausmachten, war die Hauptsache der Gedanke, den der Priester bei der, Handlung haben mußte, „daß er diese Handlung im Namen des einigen Gottes, und zur Versöhnung der Eigenchümer des Opfers , verrichte.«? Das Opfer wurde aber für Jjus (unwürdig, verworfen) erklärt, wenn dieser Gedanke nicht dabei obwaltete, Ucbcrhaupt hat Gott, nach der Meinung des Maimonides, welche auch R- Joseph Aldo, der