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Sulamith · 1808-01-01 · 1 Bd. 1 H. (1808) · p. Seite 19

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Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
1 Bd. 1 H. (1808)
Article
Nachrichten, die Israeliten im Königreich Westphalen betreffend
Date
1808-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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von Hochachtung und Ehrfurcht gegen ihn beseelt, und äußert sie durch Worte und Handlungen, die aus jenen inner» Empfindungen entquellen. Kindliches Zutrauen zn Gott, die Fügung in seinen Willen und in seine Verhängnisse, die stammende Liebe für ihn und für seine Geschöpfe, die mit jedem Anblicke seinen Ruhm und seine Allmacht zn erkennen geben, das unaufhaltbare .Streben, sich dem allerhöchsten Wohltharer dankbar und gefällig zu bezeigen, find die Kanäle, die aus jener Quelle entspringen, und die sich in großen und guten Handlungen ergießen. Herz und Ehrfurcht vor Gott, und alles, was unmittelbar daraus fließt, bilden also die innere Seite der Religion. Daher auch sowohl in der heiligen Schrift als auch im Talmud bei jeder Ecsctzverordnung iinmcr das Herz und die Ehrfurcht zum Grunde gelegt werden (so wie wir weiterhin die Beweisstelle» anführen werden). Die Art aber» wie sich diese inner» heiligen Gefühle äußern, oder vielmehr: die Worte und Handlungen , die dazu bestimmt sind, jene Gefühle zu erwecken, machen die äußere Seite oder dir Form der Religion aus. Herz und Ehrfurcht sind der Geist, Worte und Handlungen aber nur der Körper oder das. Kleid der Rciigion. Das innere religiöse Gefühl hat bei allen guten Herzen, wo es Wurzel gefaßt, vom Anbeginn der Welt immer dieselben guten Wirkungen hervorgrbracht, wenn nicht eine falsche Richtung des Verstandes diese reine Quelle trübte. Dieses Gefühl kennt keinen Unterschied zwischen Menschen und Menschen, ist sich zu allen Zeiten und unter allen Umstanden gleich, und findet beständig seinen Trost und sein Heil in sich selbst. Wohl aber ist die, Außenseite der . Religion sehr verschieden- und D s

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