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Sulamith · 1808-01-01 · 1 Bd. 1 H. (1808) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
1 Bd. 1 H. (1808)
Article
Nachrichten, die Israeliten im Königreich Westphalen betreffend
Date
1808-01-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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18 scheiden und kennen gelernt haben. Dieses fey der Gegen« siand unsres heutigen Vortrages. Euch t meine lieben Zuhörer! die ihr so glücklich wa« ret, eine Reihe von Jahren das Wort Gottes in seiner ganzen Reinheit von einem ehrwürdigen Rabbi vertragen zu hören, euch rann es nicht unbekannt seyn, daß die Thora, welche Moses den Kindern Israels verlegte, zweierlei Art Gesetze enthalten, nämlich: nvSsavrmxe, Gebote, deren Grund wir einsehcn, die einen jeden sein Verstand lehrt» und m'VvNN niLv, Gebote, deren Grund wir nicht kennen, oder wenigstens mit dem Verstand nicht darauf gekommen waren, hatte sie uns Gott nicht auf Sinai geoffenbaret, und die wir also bloß aus schuldigem Gehorsam gegen den allerhöchsten Gesetzgeber beobachte» müssen. Jene gehören mehr zu der innern, und diese mehr zu der äußern Seite der Religion. Bevor wir die Granzen dieser beiden Seiten der Religion näher bestimmen, laßt uns einen Blick ans Religion überhaupt werfen, und sehen, was sie eigentlich scy? wie sie bei dm ersten Men. schm t-ach der Schöpfung entstanden ist? wodur h diese in Jrrchümcr verfallen, und wie wir endlich bei Sinai zu der wahren Religion gelangt sind? Religion an und für sich ist das heilige Gefühl der Ehrfurcht vor Gott, welches die Betrachtung dessen Allmacht und Allgüte in uns erweckt, und welches zu rei« neu und gute» Handlungen ermuntert, um sich diesem er« habmm Wesen gefällig zu bezeigen. Der Cmtralpunkt der Religion liegt also in unferm Herzen. Das Herz juhlt die Erhabenheit, die Allmacht und Allgüte Gottes, wird

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