Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Glaubwürdige Nachricht von der in Polen und Lithauen befindlichen Sekte: Chasidim genannt
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 5)
- Language
- German
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Beide Gesetze siich aber der jüdischen Religio» schnür- I jftaks zuwider und müssen daher derselben großen Nachtheil I bringen/ Moses lehrt schon, daß es höchst nöthwendig « -st»), samobl über die Rellqion als Staatsaeiebe uackm- I denken, und sie einer ernsthaften Prüfung zu Mterwerftn. Wahrlich, ohne. Gebrauch der Vernunft kommt der Mensch I nie zur Wahrheit. Und wozu hatte Gott uns diese gege- E den, wenn wir. sie nicht zur Erweiterung unserer ReligiouS. kennmissc mit qmvenden wollten? Ist es unläugbar, daß -^-,,nstre Bestimmung auf Erden mnackst ist, uns Gott im Geiste zu nähern, und ihm in seinen Vollkommenheiten, so viel als möglich, nachjuahmen; so kanrr nur ein Unwissender oder ein Betrüger uns den Gebrauch der Vernunft untersagen. —. Wie Moses dachte und lehrte, so dachten und lchrten seine Nachfolger in der ProHetenwürde. Ein Gebet ohne Andacht, ohne eine feurige Herzens- ' «Hebung zu Goht, was ist das? Schale ohne Kern, Worte m den Wmo gcsi>rvcl;cn° Und Thrunen chenn Beten,—- find sie nicht meistens KeunzejcheZ^ einer wahren Andacht . «yd Frömmigkeit? Lehren unsacht dieTalmudisten schon, daß wir langsam ohne Geräusch und Getöse beten sollen, nm mehrere Andacht dabei zn haben? Und sind diemeifien Cercmonien, die.freilich von vielen für überstüßig, ja sogar für unnütz gehalten werden,7Mkft deshalb beim - Beten eiogeführet wordendamit wir unsere Gedanken fammlen, uns ganz dem erhavmen Geschäfte weihen und alles Irdische und Fremde ans unsere» Gedanken entftrnm können..