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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 5 H. (1807) · p. Seite 311

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 5 H. (1807)
Article
Glaubwürdige Nachricht von der in Polen und Lithauen befindlichen Sekte: Chasidim genannt
Date
1807-01-01
Page
Seite 311 (sequence 4)
Language
German
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51* Echeinheiligkeit alle, die nicht zu ihrer Sekte gehören, z« verderbe» trachteten und alle Sittmlosigkcit ausübten. Der schlaue Rabbi Israel Balschein merkte bald, daß er der orthodoxen Parthci nicht anders gewachsen scyn werde, als wenn er die seinige so viel als möglich verstärkte; daher machte er sogleich auf die reichsten Juden seiner Gegend Jagd. Am sie in sein Interesse zu ziehen/ ~ ließ er ein Werk zu Kortschick und Zulkicw unter dem Titel: Zewaoth ribasch drucken. Dieses erklärte er für das Gesetzbuch seiner Parthci. Es war das Symbol, woran seine Anhänger erkannt werden, und wodurch sie sich nicht bloß von den Christen und andern Rcligionsge- - - nossen, sondern auch von den rechtgläubigen Juden unterscheiden solkscn. Durch dieses Buch, das voll der abscheulichsten Grundsätze ist, riß er feine Sekte von der jüdischen Nation ganz ab, und machte unter beiden die größte Spaltung. Um mit Ausschreibung ihrer grauelvollen Religionslehren und lasterhaften Moralprinzipien nicht zu weitlauf» tig zu werden , will ich nur einige davon hersetzen:j Er untersagt in diesem Ecsctzbuche, bei Androhung der härtesten Seclcnstrafe, ihre Geisteskräfte auf irgend einige Weise zu vermehren. Ja/ sollten sich bck denselben Hervorstechende EcisteSfahigkeiten außer»/ so will er, daß cs ihre Wicht scy, sie nach Möglichkeit zu ersticken und zu unterdrücken. „Denn, siigt er, die Vcrnuft in Religionssachen zu gebrauchen, scy äußerst nachtheiiig"; und dieses . suchte er mit vielen Ungereimtheiten zu beweisen. Ferner verbietet er alle Andacht beim Beten, und besonders daS Weinen, weil «im Vater seine Kinder lieber vergnügt und / lustig als mißvergnügt und traurig sehe. , ... Beide:

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