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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 5 H. (1807) · p. Seite 287

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 5 H. (1807)
Article
Etwas über das Leben und den Charakter des Kaisers Titus; oder: der Widerspruch in den Traditionen
Date
1807-01-01
Page
Seite 287 (sequence 7)
Language
German
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. --^ s87 Leben, Freiheit und eine Menge anderer Wohlchaten z« verdanken hatte, gar nichts zu Gefallen geschrieben haben? Mit einem Worte: Köimtt man es nicht für wahr annchmcn, daß Titus, ungeachtet er sich in den übrigen Verhältnissen seines Lebens als ein Muster von Tugend und als ein unvergleichlicher Menschenfreund auszeichnete, sich doch im jüdischen Kriege, den er im ersten Feuer seiner Jugend führte, als ein Tyran bezeigte? Besonders da die Geschichte selbst von vieler unmenschlichen Grausamkeit spricht, die er dieses unglückliche Volk hat erfahren lassen? So hat er bei seiner Zurückreise von Palästina zur Belustigung seiner Soldaten, am Geburtstage seines Vaters, viele tausend Juden theils von wilden Thieren zerreißen > lassen, theils sich selbst unter einander fechtend umzubringen gezwungen. Reimt sich wohl diese Unmenschlichkech an wehrlosen Gefangenen ausgeübt, mit der Sanftmuch zusammen, die ihm Josephus schon in seiner frühem Jugend zuschreibt? Schröckh sagt (in seiner allgemeinen Biographie 2. Th. S. 9;.), „daß .die Dankbarkeit nicht allein aus dem Joscphus geredet habe, kann bloß die Der- -gleichung seiner Berichte mit den übrigen Schriftstellern, dir hiehcr gehören, beweisen." Ganz recht! Aber könne« die übrigen Schriftsteller nicht ihre Berichte aus dem Io« scphus. entlehnt haben, dessen Nachrichtm eben darum als Gewährt anerkannt wurden» weil er, wje Schröckh selbst sagt, den ganzen jüdischm Krieg fast nicht voq der Seite des Titus kam? Jndrß will ich die historische Autorität des Jofephus keinesweges verdächtig machen; es ist mir aber ebm so unmöglich, die ungünstige Meinung, welche die TalnmdiKea vom Titus hegten, abgerechnet,- die \ - Aeberliitö ä;r"! .-/r.j! h. 1 l): ,jj; 3$: 11 fli fc-i

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