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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 5 H. (1807) · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 5 H. (1807)
Article
Etwas über das Leben und den Charakter des Kaisers Titus; oder: der Widerspruch in den Traditionen
Date
1807-01-01
Page
Seite 286 (sequence 6)
Language
German
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sgä . ~ eingenommen sind. Daß aber der unpartheiischeGeschichtslescr mehr Grund hat, der Geschichte die Wahrheit cinzu« räume», ist weit natürlicher. .Wenn er nur die historische Genauigkeit, womit dieselbe die Thatfachcn behandelt, mit jenen Bruchstücken des Talmuds Zusammenhalt; wenn er in jener die lichtvolle Anordnung, die natürliche Entwicklung der Begebenheiten, und in diesem nichts als mystische Verschleierung der Dinge, nichts als ein Gemisch von Sagen, ohne Bestimmung derzeit und der Lage des Orts, wovon sie reden, ja oft nicht einmal die Namen der wichtigsten Personen ihrer Erzählung angegeben sicht: so muß bei ihm schon aller Zweifel an der Untrüglichkeit der Geschichte schwinden; und er muß dieß um so mehr in der Lebensgcschichte des Titus, da sie von einem Manne hcrrührt, der selbst ein Isräelit war, und der in den jüdischen Krieg einen beträchtlichen Einfluß hatte; ich meine den bewährten Geschichtsschreiber I o se p h u s. Dieß von einer Seite. Von der andern Seite aber betrachtet, giebt doch der außerordentliche Widerspruch in dem Leben eines und desselben Mannes zuin. Nachdenken Anlaß, und ich kann mich nicht entbrechen, folgende Fragen üufzuwerfen. Sollten die Talmudisien inder Thal einer solchen Verfälschung fähig gewesen feyn? Könnte es ihnen, die doch auf so vielen Stellen des Talmuds ihre moralischen und philosophischen Gmndsätze geltend zu machen wußten, möglich gewesen feyn, die Geschichte ihrer Zeit, woran sie einen so großm Antheil hatten, absichtlich so zu entstellen, daß man in ihr, auch nach Abzug alles Fabel - und Mährhaften, keine Wahrheit zu entdecken im Stande feyn soll? Sollte Ioftphus dem Titus, dem er y-;v‘ - '' - : "W ■ - Lebest,

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