Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- Über den Hang das Gesetz zu übertreten, oder über den Reiz gegen Verbote zu handeln
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 16)
- Language
- German
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*7S sisches und moralisches Wohl sich nach eignem Willm zu äußern im Staude ist. Das Dewußtscyn andre gebieten und verbieten, bloß um beides zu thun, um ihre Autorität in ein helleres Licht zu setzen — spornt den schon vernünftigen Schüler, fordert ihn auf den gebietenden zu betrügen. Es liegt ein eignes Vergnügen in dem Bcwußts<yn, klüger, verschmitzter zu sey», als ein anderer. Die' Rücksicht gicng hier von keinem moralischen Bewegungsgrimde ans—sollte man dieß auch vorspiegela — womit über die Haltung des Gebots gewacht wird, folglich ist das Gebot ohne Sanktion, die es nur von einem moralischen Beweggründe erhalten kann, und folglich ist auch die Rücksicht des Schülers eine bloß intellektuelle, und das Bestreben, den andern trotz seiner Wachsamkeit zu hinter« gehen, das Vergnügen, was eigentlich in der fremdes Täuschung seinen Grund hat und in dem Kontraste, ia welchem der Detrogne mit dem Betrüger — doch maw; vergesse nicht, daß beides nur im intellektuellen Sinne ge-; nommen wird — steht, welches lächerliche Verhältniß aber; nur dem letzter» sichtbar ist, ganz natürlich, ja sogar ver» 1 möge der Einrichtung der menschlichen Seele nochwendig. Ich sollte meinen, daß die Wahrheit: Gehorchen bloß um |.fu gehorchen scy in der Seele des Menschen nicht Legrün« | det und eben darum widernatürlich und unsinnig» in dir Augen springen müßte, weil die Frage nach Grund emd L Endzweck gar nicht in Betracht kommt, die doch jeder üchtmenschlichm Handlung vorhrrgchn muß» und baß der Mensch seiner Natur nach nicht bestimmt scy, im Handel« i sich bloß leidend zu verhalten, weil es wider den Begriff des Handelns laust. Wird nun das Kind daran gewohnt l. Aahrg. a. Daud. - smto