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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 4 H. (1807) · p. Seite 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 4 H. (1807)
Article
Über den Hang das Gesetz zu übertreten, oder über den Reiz gegen Verbote zu handeln
Date
1807-01-01
Page
Seite 266 (sequence 9)
Language
German
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*66 krzog. Sind Ke sich nun vollends keiner vorsätzlich schlechten Handlung bewußt, so führen sie sich keck zum Beispiel vn und sagen: Ich bin auch so erzogen worden und habe, gottlob! noch keine» schlechten Streich gemacht; da sie doch eigentlich weder gute noch schlechte Streiche genau von einander zu unterscheiden wissen. Andre, die mehr wissen, und die gern dem Bessern folgen würden, gehn wieder auf der andern Seite zu weit und lassen die Kinder thun, was sie wollen. Beide Extreme aber liegen weit von der Mittelstrasse, die nur allein zunr Ziele führt, ent- ' fcrnt. Doch ehe wir von den Mitteln zur Veredlung des Cclbsithätigkeittricbcs, von der Entwicklung des instinktmäßigen Eigensinns zum freien sittlich guten Willen reden, noch ein paar Worte über sein Verhaltniß zur-Bildung des Menschen überhaupt. Daß außer der körperlichen Ausbildung des Menschen ganz besonders auch noch seine geistige eine angestrengte Aufmerksamkeit verdiene, daß es ‘ nicht genug scy, wenn der Mensch dahin gedieh', daß er mit seinen Armen große Lasten fortzuschleppen, Nachtwachen ohne Nachtheil für seine Gesundheit zu ertragen und bei verfallender Gelegenheit seine Person mit nervigten Fausten zu vcrthcidigcn und zu schützen vermöge, sehen - wohl alle Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt, ein. Sie sehen ein, daß der geistige Theil derMenfchcnnatur eine vorzügliche Rücksicht fordere, wenn cs auf der Erde etwas Besseres als Raufer und Schlager geben solle. Aber nur die wenigsten von ihnen begreifen ganz die Natur der geistigen Bildung,- indem die meisten dieselbe tn den größten Umfang von Kenntnissen, besonders von Kenntnissen,, die sie nicht haben, setzen, weil cs Ihnen Freude

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