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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 4 H. (1807) · p. Seite 264

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 4 H. (1807)
Article
Über den Hang das Gesetz zu übertreten, oder über den Reiz gegen Verbote zu handeln
Date
1807-01-01
Page
Seite 264 (sequence 7)
Language
German
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LS< ' ' tioncn der Starke und Schwache, vollkommen dem rohe« Wilden gleichen, der weiter nichts will, als was er will, und der wie besessen raßt, wenn fich dem Strome seiner rohen, unbändigen Willkühr etwas entgegen stellt. Beide gleichen dem anstretendcn Wasser, das Damme durchbricht, ohne Rücksicht auf die Verwüstung zu nehmen, die es da, durch anrichtet, es hat keinen andern Endzweck als Aeirßerung seiner Kraft. Allein ist das Feuer weniger nützlich, weil es im gegebenen Falle auch Haab und Gut verzehrt? Sind die Ströme deswegen übcrflüßig, weil sie die Kraft haben^ Dämme zu durchbrechen und Fluren zu verwüsten, und ist nicht Las Schädliche in der nämlichen Ö-uclle gegründet, worairs das Gute geschöpft wird? würde eins ohne das andere bestehen können? Und ist mithinder Trieb des Menschen unabhängig von fremder Willkühr, selbst» thätig zu seyn, der sich so verschiedenartig schon bei dem Kinde oft verderblich und bei dein Erwachsenen oft verheerend und schrecklich äußert, als ein Auswuchs der menschlichen Natur, von Grund Lus hinwcgzuwünschcn? Dieses wird sich jeder von selbst nun beantworten könne». Men» sich nun dieser Trieb als rin Streben — was bei etwaS reiferm Alter sehr merklich wird — das Gebot zu äbrrtre- - te«, äußert, so ist dieß sehr natürlich, weil eigne ichb fremde Willkühr in Collision kommt. Es ist klar aus dem Vorhergehenden, daß nicht das, was ge, oder verböte« wird, zur Uebertretunz reitzt, nicht die Materie, sondern die Form des Gebotes, das bloße Bewußtseyn, hier mehr Gefühl der unterdrückten eignen Thatigkert, die sich doch äußern will, gibt—um so zu reden— denReitz zur Sünde. Dieses alles ist, für den Vernünftigen «ur ein Beweis,

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