Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 4 H. (1807)
- Article
- Über den Hang das Gesetz zu übertreten, oder über den Reiz gegen Verbote zu handeln
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 6)
- Language
- German
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i ersten Eutwicklungsperiode einseitig, unvollkommen» roh.; Denn nur durch die Wirkungen übet sich die Kraft, und - diese Uebung muß lange und anhaltend fortgesetzt werden^ j ehe die Kraft zu einer allscitigen,. vollendeten Entwicklung .) gelangen kann. Durch dauerndes Wirken bildet sich die i Kraft aus. Diesem zufolge hat der Entwicklungsgang; der Freiheit in dem Menschen so gut seine Grade und Stufen , auf denen er fortschrcitet, bis zu seiner Vollendung,; wie jede andere Kraft. So wie der Mensch erst sehr viel ß Lehen, Horen u. s. w. muß, ehe er Vorstellungen zu All- 5 Zemeinbcgriffcn verbinden kann durch Urtheile und Schlüsse, j eben so muß sein Trieb zur Freiheit und Sclbstthätigkeit. erst in der Form des Eigensinns — die Flegcljahre des; Willens — und noch früher in der Form eines bloßen,; dunklen, den Eltern nur bei der strengsten und geübtesten >i Beobachtung bemerkbaren Strcbcns, sich von den drückenden Umgebungen der Außenwelt, die den armen kleine« - Erdensohn zusammenschnüren und pressen, loszumachen, L und daun späterhin, mit der gleichzeitigen Entwicklung fei« 4 tue übrigen Scclcnkrafte — denn im natürlichen Zustande | halten alle gleichen Schritt miteinander — in der Form j eines sich selbst, d. h. seines Wöstens, des Grundes und Endzwecks dieses Wollcns, sich bewußten Willens, und endlich in der Form eines vollendeten, sittlich guten, ftlbst- J rhatigen Willens erscheinen. Der Geist der Freiheit wird sich mithin in dem Menschen, ohne Rücksicht auf die Wahl | des Bessern, um als ein rohes» ausgclassncs Streben, | das weiter nichts will als frei styn, mit Unbandigkeit ge« E gen alles, was ihn beschrankt, sich stemmend, außem können, und das Kind hierin — nur mit dm Rodifikationm