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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 4 H. (1807) · p. Seite 262

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 4 H. (1807)
Article
Über den Hang das Gesetz zu übertreten, oder über den Reiz gegen Verbote zu handeln
Date
1807-01-01
Page
Seite 262 (sequence 5)
Language
German
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262 ich, daß sich drr Zufall unter sobewandtcn Umstanden nur wer gleich bleiben und mit seinen ungefähren Wirkungen zu einer unveränderlichen Regel werden kann, nach welcher die Erscheinung immer dieselbe seyn müßte. Das wäre in der That ein sehr regelmäßiger Zufall, regelmäßiger alS die Regel selbst. Der Vernunft am angemessensten ist da-; her, anzunchmen, daß diese Erscheinung in dem Wesen der Kindes - Seele zu suchen, daß sie eine wahre Eeclcuaußcrung, eine in der menschlichen Natur überhaupt gegründete wesentliche Bestimmung scy, das heißt, zu denjenigen mitgchöre, welche die ganze Natur des Menschen i ausmachen. Ist sic aber wirklich in dicftr Natur ihrem ( Wesen nach gegründet, so wäre cs wohl die größte Thorheit, sie für etwas böses, verderbliches (was nur einzig ■ und allein eine fehlerhafte Erziehung aus ihr machen kann) : zu halten, und eben deswegen an ihrer Unterdrückung, oder völligen Ausrottung arbeiten zu wollen. Der Eigensinn ist seiner Anlage nach etwas Gutes und muß es seyn» : weil, nur eine von denjenigen Bestimmungen, welche die! Natur des Menschen ausmachcn, ohne welche sie aufhören i müßte zu seyn, was sie seyn soll, für bösartig erklären! zu wollen, die Gottheit lästern heißt, die den Menschen > schuf, und uns überhaupt in Widersprüche mit uns selbst! verwickeln würde. Was ist nun aber dieser Eigensinn? Ü Schon der Name, noch mehr seine allgemeine sich in dem wesentlichen; gleichbleibende Acußerungsart sagt uns, daß 'er die rrste'unvollkommne rohe Aeußcrung der der Menfchensecle inwohnendcn Freiheit, die erste einseitige Regung des Sclbthätigkeitstriebcs ist. Jede Kraft drr Seele, als Verstand, Vernunft, Einbildungskraft re. erscheint in ihrer erste»

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