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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 4 H. (1807) · p. Seite 251

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 4 H. (1807)
Article
Über die Vereinigung der Religion mit den Wissenschaften
Date
1807-01-01
Page
Seite 251 (sequence 3)
Language
German
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S5! gm Sturme der sinnliche» Lüste und Begierden, durch daF Gewicht der Ucbcrzeugung der Schale der Entscheidung den . Ausschlag gicbt. Die Drohungen der Vernunft sind eindringender und kräftiger; sie ruft: ״Frevler, wie willst du ״es wagen, nachdeni du dich selbst von der göttlichen Au- ״toritat, von seinen Wunderwerken und Naturgeheimnissm ״überzeugt hast, seinem göttlichen und heiligen Willen ent- ״gegen zu handeln; wie wagst du es, um deiner Lüste ״willen, die dir einen kurzen, bald vorübergehenden Genuß ״gewahren, den Unwillen der Gottheit dir znzuziehen und ״dir dadurch ein ewiges Unglück zu bereiten. Besinne dich ״eines Bessern, opfre einen kleinen Genuß auf, laß Weis- ״heit und Gottesfurcht dich sttts begleiten, um zeitlich und ״ewig glücklich zu werden."! : . . _ ־ ״Aber vielleicht verbietet die jüdische Religion den freyen Gebrauch der Vernunft?" - . Diese Frage kann nur den in Verlegenheit fetzen, dek die jüdische Religion nach ihren Derchrcm unter dem grofcn Haufen bcurthcilt. Je sinn - und zweckloser die außer« Gebrauche, je mystischer ihre Ausübungen sind, desto heili« ger sind sie diesem. Er findet selbst das Vernunftwidrige im Denken und Handeln der Heiligkeit der Religion gemäß, weil er sich von dem ttüglichen Wahne täuschen laßt; man müsse dem menschlichen Verstände Fesseln anlegen, damit er. sich nicht über sich selbst erhebe, man müsse dem Menschen seine Eigenheit zu denken, das Gedachte zu sagen, und darnach körperlich, zu handeln,, so viel, als möglich einzuschranken suchen. Allein man findet in dem ganzen Um- -fange der Religion nirgend einen Grund, noch einen Defehl, den dmkcudra Menschen zum Nichtdenken, den reden« .V V V, ' V• VC" dM

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