Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 3 H. (1807)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 4)
- Language
- German
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J 7* auszuspahen, feer allein zum Himmel fährt. Änd wer!! könnte auch dieser Stolzen immer trauen? Don den Sin-! reu bestochen, kann sie sehr oft das Erhabene und Göttliche nur dunkel ahnden!- Hatte dieß alles nicht auch bei Abraham eintref- ׳ fen; hatte nicht der Ungeheuer Größte, der Aberglaube, mit seinem verderblichen Gefolge, ihn in den tiefen Abgrund stürzen können? Wie leicht hatte er nicht das Natürliche für übernatürlich, das Uebernatürliche für unnatürlich halten, und dadurch auf Abwege gerachen können? Wie leicht harten nicht Stunden herbei eilen können, in welchen er der mannigfaltigen Einrichtungen Eines Urhebers vergessend, in die heidnischen Thorheiten und Lasier verfallen wäre? Isis nicht besser, daß der Sohn sich seines Vaters und der Mensch sich sei- I nes Gottes zu jeder Zeit erinnern kann? — Wohl! und j da sehen Sie den himmlischen Erzieher Sorge tragen für ] seinen geliebten, noch unerfahrnen Zögling. ״Ich bin ׳ Gott der Allmächtige" hört er das Orakel rufen. Herr der Natur, sowohl der leblosen als der lebendigen. — Dinge, die auch dem schwachen Auge unnatürlich scheinen, haben nur mich allein zu ihrem Herrn, der ihnen Kraft und Wirksamkeit ertheilt—*)• Wandle vor mir und sey un- *) In der Ursprache heißt es: «אני א?י שד. Das Wort שדי ist meiner Erklärung angemessen, so wie derjenige leicht einsieht, der den Talmud und die' Schriften des Maymonides kennt. Es drückt nämlich den Sinn ans: Ein allmächtiges Wesen, das die Kräfte der Natue nach seinem heilige« Wille« regiert.