Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 2 H. (1807)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 8)
- Language
- German
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- - ticbe und überhaupt alles, was Starke des Geistes erfordert, für eine Last, die sie nach dnn^Todc abwerfen köa» -neu, und hoffen dann Belohnung für ihre Sklaverei zir erlangen. Doch ist die Furcht vor schrecklichen Strafen vach dem Tode ihnen noch ein weit stärkerer Dewegungs. grund als die Hoffnung aufDclohnungcn. — Wenn ihnen i diese Erwartungen benommen würden, und sie nun glaubten, daß die Seele mit dem Körper vergeht, so würde« i sie sich ganz ihren Neigungen überlassen, und ihre Hand» lungcn bloß von ihren Begierden abhängen lassen. Sie würden sich lieber dem Glücke unterwerfen, als der^Der» vunft gehorchen wollen. Ließ Verfahren ist aber doch in» Grunde eben so ungereimt, als wenn sich Jemand mit Gift oder andern tödtlichcn Dingen sättigen wollte, weil er nicht glaubt, daß auch die gesundesten Speise« ihn bis in Ewigkeit erhalten könnten." ‘ Weiterhin sagt er: „Nach meiner Uebcrzcugung stützt sich dir Offenbar««- einzig auf die Weisheit ihrer Lehren und nicht auf Wunder, das ist Unwissenheit. Wunder und Unwissenheit Halle ich deswegen für gleichbedeutende Worte, «eil diejenigen, welche das Dafcyu Gottes und die Wahrheit der Religion auf Wunder gründm, eine dunkle Sache durch «ine noch weit dunklere, die sie gar nicht verstehen, erläutern wollen. — Ich erkenne mit dm Wundergläubigen die Schwäche des menschlichen Verstandes, glaube aber sie - hinwiederum fragen zu dürfen, ob wir Menschen so viel. Kennmiß der Natur besitzen um genau bestimmen za neu, wie weit sich ihre Kraft erstrecke, und wer sie übrr- .fieige? Da Ließ Niemand ohne' Eigendünkel behaupte« , dum;