Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 2 H. (1807)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 3)
- Language
- German
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'י׳ידד■ ‘יון schafft, in sich verschlossen zu halten, es sucht sich auf alle mögliche Weise mltjutheilcn: die stummen Gefühle kleiden sich in Töne, Laute und Worte, wohl auch — bei weniger Kultivirten — in Grimasse und Gebärde; die Seele schwingt sich auf Fittigen der heiligen Andacht zum Himmel hinan, sie sicher gleichsam, mit dem begeisterten Iesaias zu reden, den Herrn der Welt auf seinem Throne sitzen» umgeben vom Chore der heiligen Seraphim, jetzt ist er da der schone Moment, der de» Menschen zu seinem Schöpfer unwiderstehlich hinziehct: er betet. And welchen heilsamen Nutzen schafft diese Eottcsverehrung dem schwachen Erdcnsohne in jeder erdenklichen׳ Lage des irdischen Seyns! — In Tagen stillen Glückes und goldner Ruhe — welch eine Wohllusi muß nicht da das Her; empfinden» indem es, sich der großen Schuld entledigend, dem Schöpfer alles Glückes, den kindlichsten Dank zum reinen Opfer bringt, ihm zu Ehren Loblieder anscimrnt, die den wichtigen Vorsatz enthalten, nicht über« müthig im Glück, zu werden, nicht unmäßig in dem Freu» drngenuß, der empfangenen Wohlthaten sich immer würdiger zu zeigen und von ihnen den gewissenhaftesten Gebrauch zu machen: Hier sicht das Auge den Himmel offen und der Geist schwingt sich empor zum erhabenen Throne des Allgütigen, dem er immer ähnlicher zu werden, sich fortan bestrebt. — ». Auch in Unglück schwängern Tagen, wo dem Men» sichen» von launigem Glücke stiefmütterlich behandelt, das verweigert ward, womit es seine Günstlinge fast bis zum Ecke! überhäuft; wenn ihn hier der Bruder fliehet, und dort der Freund ihm schließt die helfende Hand; durch ein in» brünst»