Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Probe einer metrischen Übersetzung der Propheten: Jesais, Jeremias und Ezechiel
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 15)
- Language
- German
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Ich schmückte dich mit prächtigem Geschmeide r Die zarte Hand mit Bändern, Den Hals mit schönem Perlenschmuck, 91ךי goldnem Ring die Nase, Die Ohren mit Juwclenschmuck; Auf deinem Haupte prangt ein zierlich Diadem. Und du gefielest dir in deinem Gold - und Cilberschmuck, In deiner Kleidcrpracht von Diffus, Seide und gesticktem Zeuge, Genießend feiner Kost und Oek und Honig. Du blühctcst empor zur Schönheit, Der Thronbesteigung würdig. — Dein Ruferscholl den Nationen, deiner Schönheit halber, Vollkommen pries man sie in meinem Glanze, Mit dem ich dich begabt — so spricht der Herr. — Nun aber trotzest du auf deine Schöne, — Dein Ruf verleitete zur Untreu' dich, — Verschwendest buhlerisch an jedem Fremden deine Liebe —> Und gabst dich einem jeden hin! Du schaffst aus deinem Putze bnntgeschmückte Anhöhn die Um der entweihten Liebe drauf zu pflegen. Was nie geschah, wohl nie geschehen wird! (’°) Du nimmst die schönsten Prachtgerathe Won meinem Gold und Silber, die ich dir geschenkt — Um männliche Gebilde draus zu formen, Die du zur Wohllust dir bestimmst — —' Reichst ihnen zur wohllüst'gen Decke G°) Was nie geschah u. s. w. durch sicut noa est factum, neque futurum esse, übersetzt die Vulgata die Worte im Texte, und dieser bin ich gefolgt.