Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Probe einer metrischen Übersetzung der Propheten: Jesais, Jeremias und Ezechiel
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 14)
- Language
- German
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n Zit Brust gewölbt — das Haar herrmtcrwallmd —^ Doch nackt und unbekleidet. (s) Worüber ging ich abermals —warf einen Blick üufbich Dir Zeit der jungen Liebe war herangeeilt — Da schützt' ich dich und deckte deine Bloße — Schwur dir den Eid der Treue Schloß einen Bund mit dir (*), fb spricht der Ewige, du wardst mm mein! Bereiten ließ ich Bader bir, Ließ dich vom Blute reinigen, . Und reichte dir wohlriechend Oel; . Ich Neidete in künstliches Gewebe dich, Sandalen zierten deinen Fuß, von Tachaschfell. Mir feinem Diffus putzt' ich dich Und hüllte dich in Seide ein. Ich (8) Doch nakt und unbekleidet. Der Sinn dieser bildlichen Redensart ist dieser: So wie viele von den Reizen eines Frauenzimmers verloren gehen, ja e6 noch beschämen würden, wenn es ihm an Beklei- Luna mangelt: eben so die Nation, der es nicht an Menschen und Kräften, aber an weiser Einrichtung gebricht, Lieft Kräfte gehörig zu benutzen und sie Zweckmäßig zu vertheilen — gewiß würden ihr diese Kräfte mehr Nrchcheil als Nutzen schaffen. In ähnlicher tage befand sich die israelitische Nation: Wohl hatte sie alles, wazu einem starken und mächtigen Volke gehört; aber das wichtigste, gleichsam die Bet Leidüng, weise Gesetze, ein besserer Kulrus, Sinn fürs Erhabene, fehlte ihr gänzlicb. Wie väterlich aber sorgte der Schöpfer dafür r herrlich sagt unser Prophet; {5) Ich schloß einen Bund mit dir. In dem Augenblicke, wo sie auf S i n a i die göttlichen Gesetze erhielten, war auch der Freundschastsbund zwischen Gott und Israel geschloffen. Dergl. Erod. *47 <י. L»