Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Probe einer metrischen Übersetzung der Propheten: Jesais, Jeremias und Ezechiel
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 11)
- Language
- German
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Sein Erbe soll der Eine wieder. Der Andere sein Land besitzen! — Ezechiel r6. Des Ew'gen Wort ward mir auf folgende Gestalt: £>, mache Erdensohn! mit seinem Graul Jerusalem bekannt, Sag' ihm, so spricht der Ewige: (*) Der- O In diesem Kap. wird die äußerste Undankbarkeit der israelitischen Nation!, die hier mit dem Namen Ierusalem, wie gewöhnlich benannt wird — gegen ihren Wohlthäter, den Ewigen, mit den hellsten Farben gefchLldert. Jerusalem wird mit einem weiblichen Kinde verglichen, dem die eigenen Eltern Schutz und Sck'rm verweigern, und dasselbe, kaum hat die Stunde der Geburt geschlagen, aufs freie Feld unbarmherzig hinwcrfen und jedem Ungemache preis geben. (V. 1 — 6.) Ein Menschenfreund geht vorüber—erblickt die Neuge» borne —׳ sie jammert ihn — er nimmt sich ihrer an — entwickelt die natürlich guten Anlagen des gefundenen Mädchens — es wächst empor — blüht in üppiger - Fülle, und — die glückliche Epoche der ersten Liebe ist nun da. — Doch war es vorher dem. pH y fische» ׳Verderben preis gegeben, so ist es jetzt nicht minder dem moralischen ausgesetzt —seine Tugend kann .׳ in die größte Gefahr gerathcn — an den Klippen der Verführung scheitern.-Jener Wohlthäter, dieß wohl einsehend, vollendet jetzt sein begonnenes Werk—״ wacht streng über die Unschuld feiner Pflegetochter «~ liebt sie und erwählt sie zur Gattin (D. 6 — 9); verschafft ihr den theuersten Putz, die weibliche Schönheit zu erhöhen — die feinste Kost, die die Schönheit konserviren hilft — und eS gelingt ihm — die junge Gat-