Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Probe einer metrischen Übersetzung der Propheten: Jesais, Jeremias und Ezechiel
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2304627-2304646-2304648-10856496-2314761--00724-2314968- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
70 ״Des Waldes Löwen gleich ward mir mein Erbtheil, ״Sein Rcmbgebrülle stieg empor zu mir ((ד ״Dmm mußt* ich gram ihm werden. — ״Dem bunten Geyer (8) gleich ward mir mein Erbe , ״Um den ein muntres Iürubgcflügel sich zusammen rottet. ״Herbei, Gewild des Feldes l ״Herbei und helft den Raub verzehren!! — — ״Mein Weinberg ward von wilden Hirtentrupp verödet, ״Mein (heures Gut zernichtet: ״In grause Wüstenei mein Lieblingsgut verwandelt, ״Zur Oede (9) ward es ganz, gehüllt in Traurgewand: ״Das ganze Land zerstört — doch achtet niemand sein. ״Auf jeder Fclftnspitz׳ der wilden Gegend ״Liegt Raubgesindel weit umher. — ״Ja (ד) Bekanntlich läßt der jöwe sein heftiges Gebrüllc zweimal hören, erstens, wenn er auf Raub ausgehet, und dann , wenn er erbeutet hat, welches Brüllen den _ Hörer mit Grausen und Abscheu erfüllet. Sieh ünfern Commentar von Amos Kap. 3, 4״ Hier wird aber auch das Geschrei der Beraubten über das Unrecht verstanden. Vergl. Een. 4, xo. Unter dem Ausdrucke תנה: scheint besonders auf ihre Empörung wider Gott gedeutet zu werden. Bunten Geyer. Wenn cm bunter Raubvogel sich auf eine keiche setzt, so lockt er durch sein buntes Gefieder, das weit gesehen wird, mehrere Raubrhiere herbei, die idm aber auch zuweilen seine Beute entreißen. Der Sinn ist also: Mein Volk über Raub in seiner Mitte, und so versammeln sich denn auch seine Machbaren und entziehen ihm den Raub; so werde ich noch mehrere Raubvögel herbeirufen, die Beute zu verzehren. . (’) Zur Oede ward'S mir, iw Terte ün- ]personale.