Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Probe einer metrischen Übersetzung der Propheten: Jesais, Jeremias und Ezechiel
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 3)
- Language
- German
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64 Echo« zaget Zions Eunderrotte; (2) Die Schuldigen erzittern bald: ״Wer unter uns erträgt die Glut, die;ehrende? (?) ״Wer kann die ew'ge Flamm' erdulden?" — Doch der, den Tugendpfad stets wallend- Nur Redlichkeit im Munde führt; Der, Truggewinu (4) verachtend, D^sicchrrig seine Hand entzieht;. Dem Unschuldöblutunheil (-') sein Ohr nicht leiht; Auf Nab sch a k e, welcher auch bald darauf erfolgt. Getröstet durch die Hülfe Gottes, wagt e6 der König selbst, die Rettung des Landes vom Ewigen zu ersteden. Ein zweites Orakel verkündigt die schnelle Befreiung. Eine würhende Pest entstehet in einer Nacht unter dem Heere des Sanherib. Hundert und Achtzig Tausend Mann werden hinweggerafft und der Assyrische König siehr sich genöthigt, nach seiner Residenz Ninive zurückzuziehen." (׳) Der fromme König Hi 6kras konnte es doch nicht dahin bringen, das; eine allgemeine Sittcnverbesserung im Lande Judäa bewirkt werde. Manche böse Einwohuer Jerusalems sogar waren noch immer den heidnischen Grundsätzen ergeben, verehrten heimlich fremde Götter und Verübten dre schändlkchsten Laster. Bom bösen Gewissen geplagt, erzitterten diese schon bei der Annäherung des schrecklichen Feindes; noch starker aber war der Eindruck, den das fürchterliche Strafgericht Gottes über die AMrer auf sie machte. (5) Die zehrende Glut, d.i. das schreckliche Strafgeeicht, das Alles, gleich einer verderbenden Flamme, hinrafft. . O Truggewinv, im Texte נצע טעשקוהein Gewmn der durch Gewaltthätigkeit erworben wird. O Unschuldsblutnrtheil, die Derarhschlagrmg, einen Unschuldige» zu ermorden.