Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Nachrichten von den jüdischen Schulen in Wolfenbüttel, Frankfurt am Main, Berlin und Deßau
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 12)
- Language
- German
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Diese mm, verbunden mit dem alten Testamente/ machen den Religionsunterricht aus. Mit der Bibel wird noch hebräische Grammatik verbunden, in welcher aber außerdem noch Hebungen im Ueberfttzen aus dem Deutschen ins Hebräische gemacht werden. Dieses ist nothwcndig, um den Ein» der Bibel besser verstehen zu können. — Die deutsche und französische Sprache, ferner Rechnen, Gcozraphie, Geschichte und Kalligraphie werden in mehrertt Stunden von 4 Lehrern abwechselnd gelehrt. Außerdcnr wird noch mit einige» Kindern Mischna und Talmud vorgcnommen. Die Kinder, die als Freischüler ausgenommen werden wollen , dürfen nicht unter 9, und nicht über 12 Jahre alt scyn. Dieses ist alles, was ich Ihnen jetzt über diese nützliche Anstalt sagen kann. Möge der Himmel den Dorsichcm und Lehrern Kräfte verleihen, für dieselbe wirken zu können; möge sich bald die .; Zrit siens ist ibm gewiß, daß der Religionsunterricht nichts rin bloßes Abfragen des religiösen NakicnalglaubenS senn sollte, vielmehr ein tiefes und festeres Begründen desselben. Es versteht ,sich, daß der lehrer allemal dahi» :u wirken har, daß der bessere Theil des Narionalglaubcns, der sich dem einen wahren religiösen Glauden nähert, am sorgfältigsten kultivirt werde. Nur warnt er, die Religion nicht willkührlich herabzuzichc» aus dem Reiche der Vernunft in das Gebiet dcS VerfiandcS, so baß sie diesem biene. Diese Kehrseite der «euer» Pädagogik möge nicht dem Vers, dieser Schrift als eine Vollkommenheit erscheinen." — Der Einsender Lek Obigen möge uns diese Anmerkung verzeihen, da sie aus teiner andern Absicht, als bloß wegen des allgemeinen Besten hierher gesetzt worden. Vielen unse- Ver Milbn'der dürste dieselbe Anlaß zum Nachdenken «nd Nutzen bei Verbesserung des Schulwesens geben. ׳, ... . D. Fr.