Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Nachrichten von den jüdischen Schulen in Wolfenbüttel, Frankfurt am Main, Berlin und Deßau
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 7)
- Language
- German
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47 sich sind. Das Schlimmste dabei ist, daß diese Lehrer ge« wohnlich noch mehrere andere Acntter in solchen kleine» Oertern haben, als z. D. die Stelle eines sogenannte» Schächters, auch Cynagogebedienten u. s. w-, wodurch sic sich oft halbe Tage lang mit andern Dingen bcschafti« gen und an die arme Jugend, die sie dann in der Lehrstube allein lassen, gar nicht denken können. Man kann sich übrigens auch wohl sehr leicht eine Idee von den Talente» solcher Lehrer machen. Gewöhnlich sind cs äußerst bornirte Menschen, die nichts weniger als nur irgend eine nöthige Fähigkeit zum Lehren haben. Hierauf sollte nun aber ei» besonderes Augenmerk gerichtet werden, damit auch bei einer allgemeinen Verbesserung des Zustands der Juden, diese armen Landieute nicht gar zu grell von andern Juden absiechen mögen. Sobald erst in den großem Städtm jüdi- Lische Haupt - oder Religionsschulen errichtet sind, so sollte «s die Pflicht derselben seyN, dahin zu sehen, daß in de» kleinern Städten desselben Landes, kein Lehrer angestellt werden dürste, der nicht zuvor von der SchüldirMo» e/aminirt und mit guten Zeugnissen derselben versehen wor« den ist. Dieses könnte aber freilich nur mit besonderer Genehmigung der Regierungen geschehen, welche alles, de« Unterricht auf dem Lande betreffend, der Sorgfalt der Hauptschule überlassen müßten. Eine jede Hauptschule wird daher sehr wohl thun, wenn sie mit ihrer Anstalt zugleich, wenn auch ohne eine besondere kostspielige Einrichtung, ei» Lehrerseminarium verbindet, damit es einst an gu« ten Lehrern nicht fehle *). Wir haben, hier in Dcßau, ׳ ־ ־ ■ ’ «ns Da nach unfern» Wunsch« in jeder allgemeinen Schule die armen Kinder unentgeltlich «urerrichkrt.werden joll-