Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Über die Authencität der Massora
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 10)
- Language
- German
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39 werden, daß sic alle Massorcchische Theile vorgclcscn oder wenigstens beobachtet haben. Hieraus laßt sich aber weiter nichts folgern, als daß sie bei ihrer öffentlichen Vor« lesung eine richtige und deutliche Aussprache der Konsonant tcn sowohl, als auch der Vokale, ferner eine richtige Abrhcilung der Verse und der Perioden beobachtet haben; in« sofern dieses alles zur Verdeutlichung einer Rede höchst nothwendig ist; daß sie aber bei jener öffentlichen Predigt, die einzig und allein den Zweck hatte, den lange in Babylonien vcrnachlaßigten Kultus wieder zu beleben, durch palaographischc Bemerkungen, durch das Zahlen der Verse, Wörter und Konsonanten, durch lnur Sophrim, Karion r.-elo Keiiwnn und mehrere massorcchische Theile die Andacht unterbrochen haben mochten, ist hier gar nicht er» wiesen, und läßt sich auch gar nicht gut denken. Gesetzt aber auch, sie hatten dieses alles gethan, so folgt dennoch nicht daraus, daß E sr a und die Synagiga magna die Erfinder davon.gewesen sind; denn i) lasen sie es aus einem Buche, so wie sie es fanden, vor, und thaten abermals nichts; denn unmöglich konnten, in einem. Zwischenräume von 70 Jahren, den die Juden in Babylon zubrachtcn, alle ächten Abschriften verlöre» gegangen scyni 2) Lasen sie ja nur das Mosaische Gesetzbu ch und die übrigen prophetischen Bücher vor. Wer war also der Korrektor dieser. Bücher? Aus dem Gesagten erhellt nun, i) daß weder alle einzelnen Theile der Massora, noch jederTheil ganz von Esra uni berSynagoga magna herrühren können, welche Meinung auch im Talmud für keine allgemeingültige, sondern bloß für die Meinung einiger Einzelnen ausgestellt wird» s) daß schon vor Esra . . Mas-