Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Über die Authencität der Massora
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 9)
- Language
- German
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Ther'l, auf der Akademie zu Liberias * **)), wo die Mischna und der hiercsolamicische Talmud entstanden ist, verfertigt worden. Aber auch diese Meinung, so wie die, nach welcher die Ehre der Erfindung ganz und unbedingt dem Esra und der Synagoga magna zugeeignet wird, ist ungegründet. Die muthmaßlichen Gründe der letzten Meinung beruhen auf dem Talmud Tract. Nedarinr Kap. 4. f. 37. und Megilla 5?ap. 1. f. 2., wo dieselbe aus Nehemia Kap.?. D.?. erwieftu werden soll. Die Stelle heißt nach der Lutherischen UcbcrfttzuNg, wie folgt: ,,Am ersten Tage des yten Monats ließ Esra das Mosaische Gesetzbuch holen, stellte sich auf eine Bühne vor dem Wasscrchorc und las es dem ganzen Volke deutlich vor. Da er aber unmöglich dem ganzen Volke vernehmbar sprechen konnte, so verdeutlichten es die Ministranten und Leviten, die ihm zur Seite standen, dem übrigen Volke." Nun heißt es V. 8. wottlich: „Und sie lasen im Gesetzbuche Gottes klarlich und verständlich, daß mans verstund, da mans las." Aus diesen Worten „klärlich und verständlich" soll nun gefolgert wer- *) Liberias war die vornehniste Schule der palastiurschen Juden. Besonders war sie durch R. Juda Hanaßi, der hier lebrte, sehr berühmt. Aus Achtung gegen diesen Rabbi (so wird er gemeinhin vorzugsweise genannt)erklärte Antonin der Fromme, der zu dieser Zeit regierte, diese Stadt als freie Kolonie der Juden. Seme Achtung gieng so weit, daß er selbst diesem Rabbi bei Tische aufwartete. Siche Aboda sara C. 1. f. 10. **) Hierosolamitischer Talmud hieß er deswegen, weil er für palästinische Juden, deren Hauptstadt Jerusalem war, verfertigt wurde.