Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 463 (sequence 10)
- Language
- German
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- Götzendienst, welche nothwendig strenge Absonderung von den damals lebenden Nichriftaclitcn zur Folge hatte; Liebe zum Datcrlande, wo man ruhig und sicher das Recht der Menschheit genießen kann, waren dir Resultate des vierzig jährigen Irrens. Da man aber nur durch de» Besitz un» beweglicher Güter und deren mühesaine Kultur an das Vater«; land gefesselt werden kann, so war auch seine ganze Staats« Verfassung auf den Ackerbau gegründet. Jeder Israelit hatte daher angestammte Aeckcr, die nicht veräußert wer« den konnte» und durften. Liebevoll und sanftinüthig such» te er bei der Nation alle darauf abzwcckcnde Mittel anzuwenden. Liebe und Sanftmukh athmen alle seine Gesetze und Handlungen. Wenn indeß Moses eine, dein gemeinen Volke unbedeutend scheinende Transgrcssion der Gesetze, auf der Stelle sehr streng ahndete, oder gar sie mit dem Tode büßen ließ, so lag dieser That keinesweges Barbarey und Terrorismus zum Grunde. In der ganzen damaligen Po« litik und der Erhaltung der Selbstständigkeit der Nation hatte dieses Verfahren seinen sehr richtigen Grund. . Soll der Begriff eines einzigen Gottes, der weder Neben - noch Untergöttcr leidet, in seiner achten Reinheit beibehalte» werden, und soll dieser Begriff, der doch bei der Eivilisa» tion eines neuen und dauerhaften Staates nochwendig i(V von un,greifender Gewalt seyn, so muß alles, was nur in der weitesten Entfcnumg diesen Grundsätzen zuwider, lauft, sorgfältig weggeschajft werdm. Der Polytheist, oder derjenige, der polytheistische Grundsätze hegte, mußte als schädliches Foment, besonders in einem Staate, der. noch nicht völlig von dieser Seuche geheilt ist, eiligst auS