Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 462 (sequence 9)
- Language
- German
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י-'“״’''״־־’■״,־ 462 der Allmacht Gottes, die Israeliten, um sich mehreren Strafen zn entziehen, fortjagtcn. Auch hier, nachdem er sich völlige Autorität verschafft hat, zeigt sich Moses nur als Organ Gottes. Die Marschroute aus Aegypten war nicht die kürzeste und geradeste, die billig hätte gewählt werden müssen, sondern die von Gott vorgeschricbcne. Am rochen Meere drückte Moses seinen göttlichen Thatcn völlig das Siegel auf. Seine Glaubwürdigkeit, so wie die Allmacht seines Gottes, blieb nunmehr von der eigentlichen Nation unbezweifclt; nur der Troß ägyptischer Sklaven, der sich an die Israeliten bei ihrem Auszuge aus Aegypten hangt«, erhob zuweilen noch die Stimme wider den Diener Gottes. Die vierzig Jahre in der Wüste benutzte Moses, um sie völlig zu einer gesitteten Nation zu bilden. Oie meisicn, die aus Aegypten kamen, und die den Sklavcnsinn und den Aberglauben mitbrachten, siarbcn ganz natürlicher Weise aus, und die Nachkommen wurden dann, dem Ent- Wurfe Gottes gemäß, am sanften Hirtensiabe Mosis zu feinem hohen Zwecke, sie zu Mitgliedern eines zusammen- Hängenden Staatskörpcrs zu bilden, vorbereitet. Abgcsondert von abergläubigen Nationen verlor sich nach und nach der Aberglaube, und durch den Dienst des einzigen und wahren Gottes, von dessen Allmacht und hohen Attributcn sie sich mit eignen Augen überzeugten, lernten sie die Dielgötterei hassen. Durch das ewig« Herumwandern und Irren in der Wüste lernten sie die Vortheile einer bleiben» den Ruhestätte kennen, das Vaterland schätzen, und es mit dem Blute vertheidigcn.. Dieses waren im Kurzen seine Hauptabsichtev bei sei- «er 4vjährigen Leitunin der Wüste. Entfernung vom Götzen-