Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 458 (sequence 5)
- Language
- German
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י 458 dem abergläubigen, an Vielgötterei gewöhnten Hofe Pharaos erscheinen, hiervor einem Volke, das zu schwach ist» in jeder Wcltbcgebcnhcit die Allmacht des unsichtbaren Gottes, die überall nach gleichen Naturgesetzen wirket, cinzuschm, und jedes Phänomen einer besondern Gottheit zuschreibt; hier soll ich absolut strenge Befehle vom Gotte eines Volkes verkünden, welches man von aller göttlichen Fürsorge verlassen glaubte. Wie deinen Namen, fragte er ehrfurchtsvoll die ihm erschienene Gottheit, den myfilscheu Aegypteru bekannt machen? Wodurch ihnen deine Worte glaubhaft machen? Auch versagen mir, fuhr er fort, meine unfähigen Cprachorgane und der Mangel der zu diesem Beruft erforderlichen Beredsamkeit, mich demsel- Len zu unterziehen." So suchte er immer durch ähnliche Slusflüchte bescheiden auszuweichcn diescin Beruft. Die ullzugroßc Bescheidenheit nahm ihm Gott übel auf, und redete ihn folgendermaßen an: Den Mangel der deutlich sprechenden Organe will ich dir ersetze»: deinen Bruder Aaron stelle ich dir zur Serie, dieser wird dir zum Dollmcrscher bei Pharao dienen. Was die Beglaubigung eurer Worte bei dem ungläubigen Volke betrifft, so ist daS Volk nun einmal/an Wunder gewöhnt. Wundcrbcweise bedarf es also hier, zur Beglaubigung der Worte eines Eottcsdieners. Mit achten wahren Wundern, die allen Probier-Steinen ihrer Zauberer und Magier aushalten sollen, will ich dich versehen, diese sollst du in Pharaos und seiner Magier Gegenwart ausüben, um den hartherzigcn Regcntm sowohl, als auch das wundersuchtige Volk von deiner göttlichen Sendung zu überzeugen. Mit dieser Versicherung schied er nun getrostes Mnths von Gott. ' ■ - - ' Sri-