Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 459 (sequence 6)
- Language
- German
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45S Seinen Bruder Aaron zur Seite, das Wort Gottes im Herzen, die Versicherung, das es Sott gefallen hat, erst bei dieser Gelegenheit, und nur durch ihn allein in seiner völligen Allmacht und Majestät zu erscheinen, die er den Stammvätern jitm Wohl ihrer Nachkommenschaft zu gebrauchen angelcbt hatte, ging Moses zuvcrsichtsvoll, nachdem er zufördcrst die ältesten der ebräischen Nation begrüßt hatte, an Pharaos Hof. Auf Gottes Befehl erschien er an einem Hofe, bei welchem cs ihm jetzt nach einer vierzigjährigen Flucht nicht nur an Anhang und Bekanntschaft fehlte, sondern auch, da das Andenken an seine Der- Wesenheit beim Erschlagen jenes Acgyptcrs noch nicht ganz verloschen war, er noch sehr verhaßt scyn mnßtc, und forderte nichts Geringeres als den .Auszug der Kinder Israel aus Aegypten, unter dem Vorwände einer dreytagigen Aus- Wanderung, uni zu Ehren ihres Gottes, Opfer;u bringen, welches ihnen nnrrr den Thieranbctcnden Aegyptrrn nicht vergönnt scy. Ware dicß Verfahren nicht durchgängig der Plan Gottes gewesen, um die Acgypter von seinerLaugmüthigfeit sowohl, als auch von seiner Allgewalt und Ucbermacht über ihre vermeinten Götter zu überzeugen; ferner um sich seines Angelobens beim Patriarchen Abraham zu entledigen, oder wäre das Ganze nurbloßc menschliche Erdichtung, die irgend einen pvlitischcn Grund zur Absicht Hätte,, so hätte ja dieses alles auf weit kürzere Wege verrichtet werden könnend Ein Leichtes wäre cs dem Moses gewesen, als Kriegeshcld, zu welchem ihn die Tradition macht, bei seiner genauen Bekanntschaft mit den Verhältnissen des Landes und seiner umliegenden Gegenden, vereint mit der Kraft und Weisheit seines Schwiegervaters. Iethrvs, an der Spitzt