Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 446 (sequence 6)
- Language
- German
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446 beschaftigungen, ich beobachte die kleinsic heilige Cerenio^ uit mit der gcnaucsicn Pünktlichkeit» betrachtetmeine—Demuth, meine tiefe Ergebenheit. — Wer zweifelt noch an meiner Vollkommenheit? Wer räumt mir nicht ein, daß ich mit der Gottheit verwandt, daß meine Perfon allein der Erhaltung einer ganzen Welt würdig sey? — O ich möchte diesem demüthigcn Prahler zurufen: behalte iuinier deinen Tand, hülle dich ganz in den Nebel, in dem dir das Bild erträumter Frömmigkeit erscheint; auch du bist nicht ganz uinsonst da, der Werth der wahren Eottesver-, ehrung wird erst durch dich noch mehr erhöhet, ihre Größe wird im Kontraste mit der Dcinigcn nur desto fühlbarer.. Ter denkende Eottcsverrhrer und der nachaffcnde Andächtler sind in der Acußerung ihrer Handlungen nicht ganz von einander geteilt.-—SBtHjtmcrffit oft an diesem solche Bewegungen, die wir an jenem bewundern. Allein der Trennungspunkt zwischen beiden fallt leicht auf. Dieser kennet den Gegenstand nicht, dem er so sehr anhängt, er ahndet nicht die Wichtigkeit desselben, er begnügt sich mit dem Scheine; es würde ihm sogar lächerlich seyn, eine Sache in ihrer Wirklichkeit zu betrachten , in deren Besitz er sich so sicher glaubt. Mechanisch verrichtet er Handlungtn, an denen sei» Inneres keinen Antheil nimmt. Seine Seele weiß nichts von der Neigung, welche sie immer zn der Beschäftigung mit dem Unendlichen und Erhabenen hinziehct; sein Herz fühlt nicht die sanften Empfindungen der Freude, die zärtlichen Erhebungen der Gefühle, welche ftne Beschäftigungen begleiten. Alle seine Empfindungen sind bloß sinnlich und weit unter der Würde eines wahrhaft göttlichen Gefühls. — Seine äußerlichen Zeichen der " ' " ' " ” ' . ZköM-