Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 444 (sequence 4)
- Language
- German
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444 in seine eigenen Einsichten setzen und manches, wenn nicht aus eigner Ucberjcugung, doch aus Ehrfurcht für die Resultate des Nachdenkens eines frühen: Menschengeschlechts, doch um des Segens willen, den die einmal angenommenen Glaubens- Meinungen über ein Volk verbreiten, öffentlich vcrehren. — 6) Die Religion ist die höchste Beglückerin der Menfchheit. Eie ist die Quelle alles Wahren tm& Guten; ihr wohlthariger Einfluß erstreckt sich sowohl auf die einzelnsten Theilc der bürgerlichcn Gesellschaft als auf das Ganze derselben. Ihre Mittel, Tugend und Moralität zu befördere sind von gedoppelter Art: bei dem Einen verstärkt sie die Parrey der Vernunft und die Kraft des guten Willens, so daß keine Versuchung ihn übcrwaltigen könne; bei dem Andern kommt sie der sckrvachern Vernunft, und dem schwachem guten Willen zu Hülfe, bricht die Macht der Dkrsiichrmg und vernichtet den Widerstand der Neigung gegen das Gute ״> Bald Man glaube ja nickt, daß dieses letztere, wobey jedoch mit dem Willen des Menschen keine Veränderung vorgehet, kerne wahre Moralität sey.— Ich werde bei einer andern Gelegenheit die Richtigkeit des obigen SatzeS näher beweisen, dessen Wahrheit schon die Tnlmudisterr gefühlt haben müssen, indem sic behaupteten:?1עו^סיעגרק אלם כתורה אפי'שלא שמתוך שלא לשמה גא לעמה. Man müsse sich immer mit dem Gesetze beschäftigen (mit dem Gesetze beschäftigen, heißt bei den Talnmdisten: