Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 438 (sequence 14)
- Language
- German
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möglich scyn, b<i§ dadurch den Jünglingen einst dieser Stand verleidet werden könnte? Wie? weil sic richtiger und konsequenter denken, besser sich ausdrückcn, von den sie umgebenden Dingen angemessenere Urthcile fallen gelernt haben: darum sollten sic im Handelssache weniger taugliche Subjekte werden? Möge doch die Ahndung des Bessern, des Menschen Würdiger» sic erfüllen; mögen sie doch auch mitten unter den Geschäften des bürgerlichen Lebens nicht aufhören, nach weiterer Bildung zu streben und ihre Begriffe immer mehr zu vervollkommnen: bieß ist ja gerade die Bestimmung des Mensche», die doch wohl alter und wichtiger ist als die Bestimmung zum Kaufmanne. Dadurch kann dieser Stand ihnen nicht verleidet werden, wohl aber manche unwürdige Handlungen, die bei demselben Vorkommen können und die dem, der moralisch ungebildet in denselben tritt, freilich keinen Anstoß geben. Da indessen einmal der Handel die gewöhnliche Bestimmung des jüdischen Bürgers ist, so ist es Pflicht in einer Unterrichts« anstalt für ihn auf das, was allgemein für denselben brauchbar ist, mit Rücksicht zu nehmen. Dahin gehört insbesondere die Kaufmännische Rechenkunst unddie Ucbung in solchen schriftlichen Aufsätzen, welche im Eewerbsfache gewöhnlich Vorkommen. Allein immer bleibt dieß nur Ne», benzweck; der Hauptzweck aber der Unterricht in dem, was zur Bildung des Menschen und Bürgers überhaupt gehört und zur Vervollkommnung derselben beitragen kann. Es ist zu wünschen und wahrscheinlich auch zu hoffen, daß an mchrern Orten, wo zahlreiche jüdische Kolonien sind, auf ähnliche Art durch neue verbessert« Unterrichtsanstalten für die Veredlungder künftigen Generation ge» ' sorgt