Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 5)
- Language
- German
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dazu sich bereit finden, da offenbar das Glück des Ganzery der öffentliche Wohlstand dadurch befördert werden würde. Man braucht nicht zu fürchten, daß nun alles sich zu et* heben streben würde; es würde Subjekte genug geben, die von der Natur selbst zum Gemeinen und Niedrigen bestimmt, ohne Anlagen für die bessern und edlem Empfindungen, keinen andern Ausweg znr Erhaltung ihrer einstigen Sub« fisten; finden würden, als die niedrigen und gemeinen Geschäfte des Lebens. Die Furcht ist also unnütz, daß dazu sich niemand mehr bereitwillig finden würde; die Natur würde selbst dafür sorgen, ruhig und mit vollem Zutrauen könnte man ihr sich überlasten. Dennoch wurde auch bei diesen die Mühe der öffentlichen Bildung nicht ganz verloren seyn. Erlangen sie auch nicht den Grad der Ausbildung der feiner Organisirten, so bleiben sie doch nicht ganz so roh, als es ohne allen Unterricht geschehen müßte; von Generation zu Generation würden auch sie immer mehr veredelt und so der Zweck der allgemeinen Ausbildung der Menschheit immer besser erreicht werden. Noch einen Umstand müssen wir berühren, der bei einer auf allgemein höhere Bildung abzweckenden Erziehungsanstalt sehr in Anschlag zu bringen ist. Wie soll der arme und unbemittelte Bürger den dabei nöthige» Aufwand be» streiten, da er oft an den ersten Bedürfnissen Mangel leidet? Es wäre wohl keine ganz unbillige Forderung anven Staat, sich in dieser Hinsicht ins Mittel zu schlagen. Er könnte es den Reichern zur Pflicht machen, nach Maaßgabe ihres Vermögens zu einer allgemeinen Schulkasse zu steurfth aus der man diese Ausgabm bestreiten könnte. Eine solche Beisteuer würde von ihnen keinrswrgcs als eine Ungerechtigkeit