Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 6 H. (12.1806)
- Article
- Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 428 (sequence 4)
- Language
- German
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4*8 einem Muthe und einer inncrn Zufriedenheit, die nichtganz nicdcrbcugen kann. Vor gänzlichem Mangel schützt ihn aber gerade dir Ausbildung seiner Kräfte. „Schnell vrientirt sich, sagt der Verfasser des oben erwähnten Aufsatzes, in jedem neuen Verhältnis!, wer sich von frühester Jugend an bemüht, völlig freien Gebrauch seines KörperS und feiner Seele zu erhalten. Selbst ihm ganz ftemde Geschäfte wird er mit ausgezeichneter Geschicklichkeit verrichten und so sich überall leicht seine Existenz sichern. Dabei strömt ihm eine reiche Fülle der mannigfaltigsten süßeften Freuden; denn jede einzelne entwickelte Kraft wird eine Quelle des Genusses und über sein ganzes Wesen verbreitet sich jene himmlische Ruhe und Zufriedenheit, die fich auf das Dcwirßtscyn wahren Menschenwcrthes gründet und dadurch noch erhöhet wird, daß ein Glücklicher der Art es in der Gewalt hat, auch jum Glücke anderer fo reichlich bcizutragen." Eine Hanptursache des Mißvergnügens und der Unzufriedenheit bei so vielen Menschen ist die, daß sie nicht -an ihrem gehörigen Platze sind. Könnte der Staat wohl ein schicklicheres und besseres Mittel finden, diese Inconvenicnz zu vermeiden, als die allgemeine bessere Ausbildung der Jugend, wo zur Entwicklung jedes verborgenen Talents Gelegenheit gegeben und der Zögling fähig gemacht wird, mit mehr Besonnenheit und Ueberlegung hie Wahl seiner Lebensart anznstcllen? Träten ja Falle ein, wo äußere Glücksumsiande ihn hinderten, dem Rufe seiner Neigung und Talente zu folgen, so würden sich vielleicht Mittel, ausfindig machen lassen, wie der Staat diesem Hindernisse abhrlfen könnte, und dieser würde um so eher . dazu