Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 404 (sequence 7)
- Language
- German
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milk» Sugcrff selten von langer Dauer sind , und daß sehr oft schon die Kinder und Enkel reicher Juden die größte Noch leiden. Co lange sich also die Söhne aus den vornehmeren Familien der jüdischen Kolonie nicht durch einen gebildeten Verstand, durch achte und wahre Aufklärung des Geistes Achtung erwerben, so lange werden sie im bürgerlichen und geselligen Leben immer eine subordinirtc und nichtssagende Rolle spielen. Wahrhaft gebildete Männer, mir gründlichen Kenntnissen und edlem Herzen werde» immer geschätzt und hochgeachtet werden, und in allen Gesellschaften herzlich willkommen scyn; mögen sic übrigens Christen oder Juden, Vornehme oder Geringe seyn. Ein Markus Herz, Friedländer, Bendavid, Moses Mende ls so hn und andere einsichtsvolle und gelehrte Juden wurden und werden allenthalben mit Hochachtung und Werthschatzung ausgenommen, man hört mit Aufmerksamkeit auf ihre Reden und knüpft gern eine Unterhaltung mit ihnen au.. Dagegen sucht man dem albernen Gecken und dem lächerliche» Thoren gern aus dem Wege z» gehen, und ihn immer in gehöriger Entfernung von sich zu halten; denn wer laßt sich gern durch fade Gespräche > durch geistloses Geschwätz langweilen *)? Möchten doch dieß die jüdi- *) So wahr auch diese Bemerkung im Allgemeinen ist, so dürfte sich doch noch etwas dagegen einweNden lassen. In sehr vielen Städten, besonders in den kleinern und in denen nach Art des bekannten Krähwinkels, flieht man aus üblem!>»» ton den Juden, ohne Unterschied zu machen. Verdienste werde« hier nicht geachtet, wenn er heißt, sie sind das Eigenthum eines Juden. Statt sich