Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 401 (sequence 4)
- Language
- German
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4°l und die Freuden des inneren Lcbcns ertödlct, da wird jede Ahndung des Ewigen und Göttlichen im Menschen durch' den Schutt des Irdischen und Vergänglichen untergraben. Wer Reichrhümcr für den höchsten und einzigen Schatz des Lebens hält, der wird auch nur die Freuden der Sinnlichkeit für einzig wünschcnswerth halten; er wird nur darauf denken, wie er sich prächtig kleide, wie er angenehm und bequem wohne, wie er delikat speise, glanzende Gesellschaften gebe und annchme u. dergl. Dasalles ist recht gut und mag seinen Werth haben, aber es führt von dem wahren Zweck des Lcbcns ab und macht üns stolz und selbstsüchtig. „Erinnert euch an die in dem gewöhnlichen Sinncnlcbc» verlornen Menschen — sagt einer unserer geist¬ und herzvollsten Schriftsteller —, deren einziges Streben Rcichthum, allenfalls äußerer Rang und Ehre, und um beides zu erlangen, wenn.es nicht auf einem noch bequemeren Wege möglich war, allenfalls ein Geschäft im Staat ist, wobei noch immer der größere Thcil der Zeit dein übrig bleibt, was sie Lebensgenuß nennen. .^.Wie oft haben solche den unglücklich genannt, oder zum Gegenstand ihres vornehmen Mitleids gemacht, der nach dein Allen, was sie reizt, nicht fragend, einzig der Erforschung des Wahren nachging, mit seinem Geist unaufhörlich in der Welt der Ideen lebte, und darüber fast dahin kommen konnte, auf alles andere außer sich, das zum Leben Nothwendige abgerechnet, Verzicht zu leisten? Und. doch — wenn er in seiner Abgeschiedenheit von ihren Freuden und Herrlichkeiten, in das Innere der Natur tiefer rittdrang, ihre ewigen Gesetze entdeckte und berechnete, wenn ihn das Opfer jeder Einnenlust kein Opfer dünkte,- sobald