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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 5 H. (11.1806) · p. Seite 390

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 5 H. (11.1806)
Article
Berichtigung eines schädlichen Mißverstandes
Date
1806-01-01
Page
Seite 390 (sequence 5)
Language
German
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390 israelitische Nation von allein Handels - nnd Wucherverkehr durchaus abzichcn, und ein bloß auf Feldbau und Landwirthschaft großkcnthcils eingeschränktes Volk bilde» wollte. Daher verbot er auch, wie natürlich, das Zinftm nehmen; ja selbst» nach der Erklärung des Talmuds, Las Zinscngcben, aufs Nachdrücklichste, sobald dieses, wie ebenfalls der Talmud erklärt, zum Handel und Wan« dcl angcwcndct ward *). Von dem Ausländer (N o ch r i) aber, welcher bloß, des Handelsverkehrs wegen nach dem gelobten Lande kam, u!n dort Geschäfte zu machen, war cs aus der Ursache nicht unerlaubt Zinsen zu nehmen, da er durch die Darlehen der Israeliten, als Fremder, von denselben bedeutenden Nutzen ziehen konnte; und dessen Erwerb des Lebensunterhalts nicht bloß auf den Ackerbau in Palästina beschränkt war. In der heiligen Schrift heißt es aber auch hingegen: ״Wenn dein Bruder neben dir in Verfall gerät!), und seine Hand finken läßt, so sollst du ihn unterstützen (er mag scyn eiir Oe! oder Toschab), damit er sich neben dir erhalte: du sollst von ihm keine Zinsen noch Ucbcrschuß nehmen, sondern dich vor deinein Gott fürchten." *״) Man *) Man sehe Talmud Traktat: .כבא מציעא ״ (**Wem cs unglaublich zu seyn scheint, baß MoseS auch einen Nichtjuden unter dem Namen Bruder degreifen könnte, der sehe, was weiterhin in einer Anmcrkung gesagt wird, nämlich daß Moses immer nur dem iNodiri den Bruder zum Gegenbilöe giebt, dem Oer hingegen setzt er bloß den-!אזדן entgegen; -— und erinnere sich auch noch überdieß, daß Moses dem Edomiten ausdrücklich den Namen Bruder beigelegt hat, indem er sagt: du sollst den Edemiter nicht scheuen, denn er ist dein Bruder. XXXIII. ».)׳•׳

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