Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 11)
- Language
- German
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384 Der Fürst von C l«m *) (Kcdorlomar) — erzählt uns die Bibel — mit seinen Bundesgenossen, befehdete diejenigen Fürsten, die diesem ersteren den schuldigen Tribut nicht zollen wollten. Das Glück begünstigte sein Unternehmen, er besiegte seine Gegner, unter welchen sich auch der König von Sodom befand, in dessen Reiche sich der Neffe Abrahams, Lot, niedergelassen — und machte viele Gefangene und Deute. Auch Lot und seine Schatze und seine Reichthümer fielen dem Sieger in dir Hände. Abraham im friedlichen Haine Mamre, unweit Hebron ruhend, erfährt die unglückliche Nachricht und schnell eilet er, den Freund zu retten, der seiner vergessen zu haben scheint. Es war freilich ein sehr kühnes Unternehmen, dem mächtigen Feinde Trotz zu bieten und die erhaschte Beute seinen bluttriefenden Händen zu entreißen: allein der Gedanke: Menschen retten! beschäftigte sein ganzes Wesen, und so, von gi8 bewaffneten Hirtcnkncchtcn unterstützt — Gott zum Schilde, zum Kricgespanicr — setzte er dem Feinde nach, schlug ihn, und entriß seinen Armen die Deute sammt den Gefangenen, unter welchen sich sein theurer Verwandter befand. Nicht Deute, nicht Gewinnsucht trieb ihn ins Feld; vielmehr wurde dem König Sodoms das ihm Entrissene wieder eingehandigt und vergebens drang dieser in den frommen Gottesmann, für sich die eroberten Güter zu behalten. „Ich habe meine Hand aufgehoben zum höchsten Gott , daß ich von allem, was dein ist, nicht das Geringste nehme." Dieß ist die Ant- »J Elan» eine Landschaft zwischen dem Tiger und dem persischen Meerbusen.