Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 7)
- Language
- German
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38® dankt, so dankt dieser mildem Herzen'). Und miltheilen will sich dieses fühlende Herz. Ihm genügt cs nicht, Laß er allein «in Sohn des ewigen Vaters, ein Mitglied der Familie des Himmels ist; nein! auch der Bruder und die Schwester um ihn her sollen sich Zu dieser Familie zahlen; nicht er alle in, auch sic sollen ehrerbietig beugen das Knie vor dem Herrn der Welt.- So denkt, so fühlt der ächt Religiöse — und mehr als irdische Gefühle erhöhen sein Dascy», und;um Throne des Unvergänglichen schwingt sich sein Ee«st mit Adlersflug hinan. Der große Gedanke: Gott ist mein, meines Bruders und meiner Schwester Vater, der unser aller denkt und in unser»» Glücke seine eigene Seligkeit findet — giebt ihm mehr als menschliche Kräfte, macht ihm jedes Ungemach standhaft ertragen und verwandelt ihm diese Erde in einen schönen Himmel. — In Bethel **) wiederholte er nicht nur dieses heilige Geschäft, sondern er lehrte daselbst — erzählt uns die Bibel— im Namen Gottes: er zündete die Fackel der Vernunft an, sireuete den göttlichen Sainen ewiger Wahrheit auf jede Flur, und erfreucte >nit goldenen Lehren das Her; seiner irrenden Brüder. „Eine Perle — drücken sich die Rabbinen in ihrer allegorische» Sprache darüber aus. — Eine Perle zierte Abrahams Hals, nnjeder *) Und was kein Vrrsta n d des Verständigen sieht, Das übt in Einfalt ein kindlich Gemüth. **) Ein« Stadt an dem Gebirge Benjamins. Jos. iS, 2. - 28. J.