Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 6)
- Language
- German
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379 die Erkewakuisi des wahren Gottes zu verbreite». Zu S u ch.em') erhalt er ein zweites Orakel: „Deinen Nachkommen werde ich dieses Land cingcbrn." Diese Nachricht mußte ihm hockst willkommen seyn, indem er. mm. wußte, daß er destn Toben für keinen Fremden, sondern für seine Kinder knltwirc. — Bemerken Sie hier, liebe Freundin, daß Abraham damals schon ein Greiscnaltcr erreicht und noch keine Kinder harte; und doch war sein Vertrauen auf den Derheißer des Eulen, so fest, so kindlich, daß Sic kein Wie? und kein Warum? aus seinen: Diunde hören. Voll vielmehr ist sein religiöses Her; deS Dankesund der Liebe. Worte sind zu schwach, seinem Wohltharcr zu danken, und auf eine andere, auf eine anschaulichere Weift drückt er seine Gefühle aus, „er bauet dem Ewigen zu Ehren einen Altar" Kniend am Altäre sehen Cie ihn hier, den frommen Tugcndhridm, die Gefühle seines kindlichen Herzens äußernd: es genügt ihm nicht, diese Erfühle der Liebe, der Ehrfurcht und der Dankbarkeit in seinem Herzen verschlossen zu halten; cs genügt ihm nicht, kalte Raisonnements über die Ausübung dieser Pflichten anznsicllen, so wie über die Wohlrhaten, die er geschöpft aus der Quelle der ewigen Liebe und Güte — nein! dem Philosophen kann dieß wohl genügend seyn; nicht aber dem Religiösen; wenn jener in dem unermeßlichen Reiche der Begriffe lebt, so lebt dieser in dem Reiche der Harm Anschauung; wenn jener mit dem Kopfe seinem Gotte Ee 2 dankt, ') Eine Stadt in Camaria, am Berge Ephraim. Jos. ao. 7.