Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 5)
- Language
- German
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378 : gcbornc.-Da glanzte ein Stern am lictnc» Himmel: Abraham der Stammvater derIsracliten ward geboren, und in ihm ein Lehrer der Menschheit. Schon war ganz Chaldaa — das Vaterland des Patriarchen — vom Götzendienste verblendet, dem selbst Tarah, der Vater nuferes Tugcndhcldcn huldigte, und mit Fabeln und Mahrchcn entstellt die göttliche Religion. — Da trat er auf» der Hcllsehend«, die Erkcnntnist Gottes zu verbreiten und die Menschen den wahren Gebrauch der Vernunft, zur Stütze des Glaubens, offen und frei zu lehren. Ihn forderte Jehovah auf, Lurch das wunderbare Orakel: ״Ziehe hinweg aus,deinem Daterlandc, aus deinem Geburtsorte und Darerhausc, in das Land, das ich dir zeigen werde. Groß will ich dich machen und dich segnen. Du selbst sollst ein Segen scyn." Aus diesem Orakel lernte er den Gort kennen, den die Menschen von nun an mit unvcrtilgbaren Zügen im Herzen tragen sollen. Abraham entsprach diesem Berufe, trennte sich von dem geliebten Vaterhausc *) und trat in der Bcglei tnng seines Weibes und Neffen. Lot seine Reise nach Palästina an, um dort — denn im Herzen Chaldäas hatte der Aberglaube schon zu tiefe Wurzel geschlagen — die *) Im Talmud ,(מסכת אבות) heißt'ö: ״Zehn Versuchung gen erfuhr unser Erzvater Abraham, und er bestand in allen. Lerne daraus, wie groß seine Ergebung in Gott gewesen war." Und nur auf diese Weise erreichte seine Tugend einen hohen Grab der Vollkommenheit. Das Verlassen seines Vaterhauses ist eine dieser Vers«, chungen. ־