Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 3)
- Language
- German
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37ö nachdem es chm in einer freundlichen oder abschreckenden Ge» sialt erscheint. Uebung bedarf die Vernunft, Entwich c l u ng der Geist. Ohne diese Üebung, ohne diese Entwickelung durchwandert der Mensch manche Irrgangc, verstrickt in manchem Labyrinthe den müden Fuß, che er sich dem erhabenen Throne der heiligen Wahrheit nähern kann. — Den ersten Menschen gicng es nicht besser. Spat erst würden sic sich zu der großen Idee eines unsichtbaren Weltschöpfers cmpvrgcschwungcn haben, wenn sich dieser große Schöpfer nicht selbst auf eine dem blöden Auge faßliche Weise dem Mcnschcnpaarc, dessen die Bibel erwähnt, offenbart hatte. Er thats — und nun erkannten sic Einen Schöpfer, dem das ganze Universum sein Dascyn verdankt; Einen Vater, der alle seine Kinder liebt, der Millionen glanzender Sonnen lenkt, des Pflänzchens nicht vergißt und des Wurmes Vater ist; Einen Richter, der belohnt die himmlische Tugend und bestraft das abscheuliche Laster. Diesen Gedanken hielten sic fest, und waren glücklich in ihrem Glauben, den sie ihren Kindern und späten Enkeln noch zur reichen Erbschaft hin« »erließen. Doch bald sank der reine Glaube — und im Finstern irrte der Sohn der Nacht. Wohl! u st und S in nl i chkeit, gefährliche Verführerinnen! bemächtigten sich seiner/ und verschwunden war der beglückende Glaube» und verloschen die selige Empfindung jener großen Wahrheit in dem verdorbenen Herzen. — An»