Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 2)
- Language
- German
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alte Buch die wichtigsten Wahrheiten enthält, Wahr« Heiken, die nie altern, nie aus der Mode kommen können; mochten sie erwägen, daß dieses Buch die Religion ihrer frommen Ahnen enthalt, der auch sie hiüdigcn sollen. Dicß genau erwogen, würden sie gewiß eben diesem Buche ein kleines Plätzchen in ihrer Bibliothek vergönnen, auch dieses Buch zuweilen um Rath fragen, und aus seiner lehrreichen Fülle Trost und Beruhigung in Stunde,, der Weihe schöpfen! — — Tech genug hiervon. — Sic sind so bescheiden, meine Wcrrhe, den Standpunkt , den ich bei meiner Erzählung nehmen soll, mir zu überlassen — wohlan! dieser Standpunkt kann kein anderer styn, als der, den der große Gesetzgeber ftlbst angenommen, und von dem nicht nur die Lehrer Israels, sondern überhaupt alle Geschichtschreiber ausgchen: Jenes, göttliche Orakel, welches Abraham, dem Stammvater der Israeliten, das Land seiner Geburt zu verlaßen, und in ein anderes zu ziehen gebot, scy das erste, was unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehe. Alles, was sich bis dahin jugclragen, gehört nicht unmittelbar zu unserm Zweckt. Doch müssen wir den Gang, den die Menschheit in ihrem Kindcsalrer in Ansehung der Religion genommen, den Punkt, auf welchem sic in dieser Rücksicht zu AbrahamS Zeiten gestanden, und die Art. wie sie dahin gelangt ist—. kürzlich erwähnen. Auf den sinnlichen Menschen können nnr si n nliche Gegenstände wirken; zu erhabenen, hohen Ideen wird sein unentwickelter Geist sich nur selten erheben dürfen. Was seine Sinne frappirt, setzt ihn in Erstaunen, zwingt ihm Liebe oder Furcht ab, je