Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 10)
- Language
- German
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Z6l E sfä e r. Don dicftr Sekte findet man bereits unter der Regit, rung Jonathans des Machabäers deutliche Spuren. Eie haben wahrscheinlicher Weift sich bald nach Aegypten gezogen, und daselbst unter den Hellenistischen Inden Anhang gefunden. Doch findet man auch in Palästina bis zu Ende des' jüdischen Etaars Spuren ihres Daftyns; sie konnten aber ihrer strengen Ordensregel» wegen nirgends eine bedenrende Parchci ausmachen. Der Talmud gedenkt ihrer gar nicht, ob er gleich der Eamaritcn oder Kukhäer, und dcr Eadncaer sehr oft, und der Hellenisten einigemal erwähnt. -Man ist auch über ihren Ursprung in Ungewißheit; cs scheint aber, als sey derselbe auf den Lehrsatz der alten Philosophen, von einem Gott gefälligen kontemplativen Leben, welcher auch noch jetzt fast bei allen Rcligionspartheicn hier und da Anhänger findet-, gegründet gewesen. Cie führten eine sehr strenge Lebensart. Sinnliche Vergnügungen scheuten sie wie Lasier; Enthaltsamkeit und Besiegung der Leidenschaften hingegen hielten sie i für Tugend. Eie enthielten sich des- Ehestands, und nahmen fremde Kinder, so lange sie noch ganz jung waren, in ihren Orden ans, welche sic in den Ordensregeln, so wie in einem Handwerke, unterrichteten, oder sonst zur Arbeit aitführren. Doch thaten sie dieses nicht etwa aus Verachtung des Ehestandes und der daraus zu erzielenden Kinder, sondern weil sie die Änsschweifungen der. Weiber fürchteten, und nicht glaubten, daß eine einzige die eheliche Treue bewahre. Wenn ein Erwachsener in ihren Orden aufgenvmi. Iahrg. i. Band. D d MM